Der Ortsteil Harderode im Flecken Coppenbrügge (Landkreis Hameln-Pyrmont) wird künftig nicht mehr über eine eigene Wasserversorgung verfügen, sondern an das Trinkwassernetz des Wasserverbandes Ithbörde/Weserbergland angeschlossen. Ortsrat, Finanz- und Wirtschaftsausschuss sowie der Gemeinderat stimmten dem Vorhaben einstimmig zu.
Auslöser der Entscheidung ist der Zustand der bestehenden Infrastruktur. Der über 80 Jahre alte Hochbehälter ist marode und nicht mehr sanierungsfähig. Zudem ist die Hauptquelle stark niederschlagsabhängig – in trockenen Perioden mussten die rund 330 Einwohner bereits zum Wassersparen aufgerufen werden. Die als Reserve genutzte Schwefelquelle wäre wegen notwendiger Aufbereitung von Eisen und Mangan technisch aufwendig und kostspielig gewesen.
Die Entscheidung fiel auf Variante A2: Eine neue Leitung wird vom benachbarten Bremke nach Harderode verlegt. Der Leitungsdurchmesser wird so bemessen, dass auch die Löschwasserversorgung der Feuerwehr über Hydranten sichergestellt ist. Bürgermeister Thomas Küllig bezifferte die Kosten auf rund 750.000 Euro. Eine Sanierung der Eigenversorgung hätte nach seinen Angaben knapp eine Million Euro gekostet, ohne das Risiko auszuschließen, dass die Quellen in trockenen Jahren versiegen.
Ortsbürgermeister Manfred Sohns (FDP) erklärte, man habe mit mehr Bürgerbeteiligung gerechnet – letztlich seien jedoch nur wenige Einwohner aus Harderode zur Sitzung erschienen. Die Diskussion verlief sachlich und ohne größere Kontroversen.
Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung wurde bislang nicht öffentlich kommuniziert.
